Im Hinblick auf den Einsatz kraftstoffsparender Technologien sind die deutschen Automobilhersteller besser als ihr Ruf. Zwei Drittel aller derzeit mit Start-Stopp-Systemen angebotenen Fahrzeuge stammen von heimischen Marken. Laut einer aktuellen Untersuchung des ADAC gibt es insgesamt 248 Neuwagenmodelle mit Start-Stopp-Systemen. Die meisten derart ausgestattete Modelle hat BMW mit 55, gefolgt von Audi mit 49 und Volkswagen mit 31 Modellen. Mit 20 Fahrzeugen kommt Fiat an vierter Stelle, und auf Platz fünf folgt MINI (15). Im internationalen Vergleich liegen die heimischen Autobauer mit 164 Modellen klar vorn. Dahinter folgen abgeschlagen Marken aus Italien (25), Korea (22) und England (16).
Start-Stopp-Systeme schalten den Motor während des Fahrzeugstillstands, beispielsweise während einer Rotlichtphase an der Ampel, automatisch ab. Der Motor springt wieder an, sobald entweder – je nach System – das Bremspedal wieder losgelassen oder teilweise zusätzlich die Kupplung getreten wird. Die mit diesem System ausgestatteten Fahrzeuge erreichten im ADAC-EcoTest im reinen Kurzstreckenbetrieb Verbrauchsvorteile von bis zu 15 Prozent.



Die Entscheidung von Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander, die Einfahrbedingungen für die Umweltzone in Hannover wieder zu lockern, wird vom Automobilclub von Deutschland (AvD) begrüßt. Dieselfahrzeuge mit gelber Plakette sollen nun doch weitere zwei Jahre – mindestens bis 31.12.2011 – die Umweltzone der niedersächsischen Landeshauptstadt befahren dürfen. Das sei ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, urteilt der AvD und sagt gleichzeitig, Umweltzonen müssten bundesweit auf den Prüfstand. Der Klub hält Umweltzonen seit Langem nicht für ein geeignetes Mittel, um die Luftqualität in den Städten zu verbessern und die Feinstaubbelastung zu reduzieren. Fahrverbote für Dieselfahrzeuge seien dementsprechend „unverhältnismäßig“. Wesentlich zielführender sei der Ansatz des niedersächsischen Umweltministers zur „Grünen Welle“. Mit intelligenten Ampelschaltungen, mit der „Verflüssigung des Verkehrs“ ließen sich Spritverbrauch und Schadstoffausstoß um bis zu 25 Prozent reduzieren.



