
Auf fahrtaugliche Sonnenbrillen achten
Mehrere Stunden am Steuer zu sitzen, ist bereits für Normalsichtige anstrengend. Sehschwächen machen die Fahrt jedoch zu einer strapaziösen Herausforderung. Bei einer Gefahrenbremsung kann eine verzögerte Reaktion aufgrund schlechten Sehens schnell gefährlich werden: Ist ein Fahrer beispielsweise mit Tempo 100 unterwegs und erkennt ein Hindernis nur eine Sekunde zu spät, legt er in dieser Zeit bereits eine Strecke von etwa 28 Metern zurück.
Sehfehler werden leider oft spät oder gar nicht bemerkt. Ursache dafür ist das langsame Nachlassen der Leistung: Der Kraftfahrer gewöhnt sich an die schlechtere Sehqualität. Vor langen Fahrten sollte daher auch die Sehleistung auf den Prüfstand gestellt werden. Wer trotz Fehlsichtigkeit ohne oder mit falsch angepasster Brille unterwegs ist, dem kann bei einem Unfall zumindest Mitschuld angelastet werden – mit allen juristischen Folgen.
Gerade im Frühjahr sollten Autofahrer auf gut geputzte Scheiben und eine fahrtaugliche Sonnenbrille achten. Die noch tief stehende Sonne kann starke Blendungen verursachen – und das vor allem in verkehrsstarken Zeiten. Für Fehlsichtige ist eine Sonnenbrille mit Korrekturgläsern deshalb unerlässlich. Am besten geeignet zum Autofahren sind Sonnenbrillen mit großen Gläsern und schmalem Bügel, da sie das Gesichtsfeld nicht einschränken. Die Tönung sollte nicht zu dunkel sein, die Blendschutzkategorie zwei ist für unsere Breiten optimal. Graue, braune oder dunkelgrüne Gläser sind ebenso zu empfehlen, da sie die Farbwahrnehmung am wenigsten verfälschen. So bleiben Bremsleuchten, Ampeln und Straßenschilder gut erkennbar. Polarisierende und entspiegelte Gläser vermeiden irritierende Reflexionen und verbessern so den Seheindruck. (Foto: KGS/Christian Kielmann/News-Reporter.NET/JM)


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